Pilger-Projekt

Glauben auf dem Weg erkunden

Auf einen Blick

Art

Exkursion

Thema

Spiritualität

Gruppengröße

25

Altersstufe

Sek I+II

Idee

Schule Neuruppin

Aufwand

hoch

Exkursion

Spiritualität

25

Sek I+II

Schule Neuruppin

hoch

Deshalb evangelisch:

Sowohl kirchlich beheimatete als auch Schüler*innen ohne kirchlich-religiösen Hintergrund sollen die Gelegenheit erhalten, gemeinsam neue Glaubenserfahrungen zu machen. Spiritualität und Glaubenserfahrung (Andacht, Singen, Stille-Zeiten etc.) werden mit körperlicher Herausforderung und sozialem Lernen (Gruppenerfahrung) verbunden. Die Schüler*innen stärken ihre sozialen Kompetenzen, lernen Verantwortung zu übernehmen und entwickeln ihre Persönlichkeit innerhalb der Gruppe.

Allgemein
Über den Religionsunterricht und die obligatorischen Schul-Andachten und Schulgottesdienste hinaus sollen Formen der religiösen Persönlichkeitsbildung für Schüler*innen etabliert werden.

Ziel: jeweils in zwei Jahren (drei Schuljahren) den Jakobsweg von Neuruppin nach Santiago de Compostela in vier Etappen zurücklegen;  es geht dabei weniger darum, ein bestimmtes geografisches Ziel zu erreichen, als vielmehr darum, den Weg als Erfahrungsort zu nutzen

Planung
Planung der Pilger-Etappen:

Vier Pilgeretappen sind auf drei Schuljahre verteilt (je zweimal Ostern- und Herbstpilgern). Das Pilgern findet sowohl in der Schulzeit als auch innerhalb der Ferien (Ostern, Herbst) statt. Pro Etappe wird eine Woche angesetzt. Die Etappen werden geografisch so geplant, dass sie immer weiter von zu Hause wegführen. Die vierte Etappe liegt im Ausland und umfasst drei Wochen. Es müssen nicht alle vier Etappen gepilgert werden. Das Teambuilding wird aber durch eine konstante Gruppe erleichtert, da die Gruppe ein eingespieltes Team wird.

Die Etappenziele für die jeweiligen Tage müssen vorher genau geplant werden. Sie orientieren sich dabei an den Unterbringungsmöglichkeiten. Die Unterbringung erfolgt i.d.R. in Gemeinden am Weg. Diese stellen Gemeinderäume zur Verfügung, in denen die Gruppe auf Iso-Matten schlafen kann.

Organisation in der Schule:

Drei Lehrkräfte teilen sich die Organisation und Durchführung des Projekts. Mindestens zwei Lehrkräfte begleiten die Jugendlichen.

Vor dem Start findet ein Informationsabend für die Eltern statt. Daneben gibt es Vorbereitungstreffen mit den Jugendlichen zur Besprechung und Planung der Details.

Die Finanzierung wird hauptsächlich durch die Eltern übernommen. Die letzte Etappe ist aufgrund des Auslandaufenthalts kostenintensiv. Hier sollte versucht werden, über Kirchenkreise, Sparkassen, Betriebe, Förderprogramme oder Stiftungen Drittmittel einzuwerben.

Material und Ressourcen
  • 3 Kolleg*innen
  • 3 Etappen in Deutschland (jeweils ca. eine Woche) und eine im Ausland (drei Wochen) / in der Schulzeit und den Ferien
Kosten und Finanzierung:
  • Etappe 1 bis 3: ca. 180 €, werden durch die Eltern übernommen
  • Etappe 4 (Ausland): ca. 800 €, dreiteilige Finanzierung
    • 400 € durch Eltern
    • 300 € durch Sponsoren (Sparkassen, Kirchenkreise, Betriebe, Stiftungen etc.)
    • 100 € durch Eigenanteil der Schüler*innen (durch Ferienjobs etc.)
Beschreibung
Eine Beispiel-Etappe:
  • Anfahrt zum Pilgerstartpunkt, wenn nicht von der Schule aus gestartet wird
  • Grober Tagesablauf
    • 06:30 Uhr: Aufstehen
    • 07:00 Uhr: Morgenandacht
    • 07:15 Uhr: Frühstück
    • anschließend Aufräumen
    • von ca. 10 Uhr bis 17 Uhr: Pilgern
    • nachmittags/abends: Ankommen, Einkaufen, Kochen, Essen, …
    • 21:00 Uhr: Abendandacht
  • unterwegs an interessanten Punkten, Kirchen oder Pilgerorten Halt machen und Pilgerstempel einsammeln.
  • die Gruppe ist in verschiedene Teams eingeteilt:
    • Andachtsteam, Essensteam, Einkaufsteam etc.
  • das Essen erfolgt durch Selbstversorgung
Anwendungsgebiet

vor den Herbst- oder Osterferien bzw. in den Ferien, als Projektblock

Worauf muss ich achten?
  • Das Projekt lebt vom Zusammenhalt der Gruppe. Dieser sollte durch gruppenbildende Methoden und Elemente gefördert werden.
  • Da Rückzugsorte und Privatsphäre während der Pilgerreise kaum vorhanden sind, ist es wichtig, diese für Schüler*innen und Lehrkräfte aktiv zu ermöglichen oder mit diesem Umstand reflektiert umzugehen.
  • Das Pilgern sollte als Form ernstgenommen werden und nicht durch ein bloßes Wandern ersetzt werden. Eine Auseinandersetzung damit während der Reise oder vorab im Unterricht ist daher empfehlenswert. Bestimmte Rituale, Gebete und Meditationen des Pilgerns können vorher besprochen und dann während des Pilgerns angewandt werden.
  • Das Projekt ist in der Planung und Durchführung mit einem hohen Aufwand verbunden. Es bedarf einer gute Planungs- und Unterstützungsstruktur seitens der Schule und des Schulträgers.
Zielgruppe

Klasse 7 – 12 : ca. 25 Schüler*innen

Quellenangabe/ Herkunft

Evangelische Schule Neuruppin